Erziehung & Entwicklung

August 2017:

 

In den letzten Monaten haben Sie Ihre Wohnung „krabbelsicher“ gemacht. Aber

sehr bald schon kann es sein, dass Ihr Kind sich aufrichtet und – zunächst noch

unsicher, aber dann immer schneller – laufen lernt. Es kann jetzt Gegenstände

greifen, die beim Krabbeln unerreichbar waren. Nehmen Sie einmal die neue Perspektive

Ihres Kindes ein! Gehen Sie in die Hocke und betrachten Sie Ihre Umgebung:

Was könnte für Ihr Kind gefährlich sein?

 

In der Wohnung
Große oder schwere Gegenstände, die es jetzt  aus Regalen ziehenkann, können auf Ihr
Kind fallen und es verletzen. Dinge, die Ihr Kind nicht in die Finger bekommen soll, müssen jetzt
noch einen knappen Meter höher untergebracht oder verschlossen werden.
Gefährliches unbedingt ganz nach oben räumen oder sicher wegsperren!
Besonders der Herdkann zur Gefahrenquelle werden: Ihr Kind kann die vorderen Herdplatten
nun bald mit seinen Händen erreichen und sich verbrennen. Kochen Sie also vorzugsweise auf
den hinteren Herdplatten oder, noch besser, sichern Sie den Herd mit einem Gitter.

Im Freien
Wenn Ihr Kind schon laufen kann, wird es sich auch außer halb der Wohnung freier bewe-
gen. Es betrachtet die Welt draußen nun nicht mehr vom Kinderwagen oder von Ihrem Arm aus:
Jetzt kann es sich selbst in Bewegung setzen und die Welt um sich herum erforschen. Stufen

oder Abhängekönnen ihm nun gefährlich werden. Auch Dinge, die am Boden liegen wie zum Beispiel

Glasscherben, Zigarettenkippen oder rostige Nägel. Die möchte Ihr Kind gern aufheben und untersuchen – am
liebsten natürlich, indem es sie in den Mund steckt.


Im Grünen
Auch im Garten oder Park wird Ihr Kind bald selbst herumlaufen: Achten Sie darauf, dass es
nicht mit giftigen Pflanzenin Berührung kommt. Wenn ein eigener Garten vorhanden ist, sollten
Sie auf solche Pflanzen von vorneherein verzichten. Gegebenenfalls kann man auch mit dem Ver
mieter sprechen, dass diese Pflanzen beseitigt werden.  Giftnotrufzentralengeben telefonisch
Auskunft, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind mit etwas Giftigem in Kontakt gekommen ist
oder gar davon gegessen hat.

Am Wasser
Vorsicht Wasser!Immer wie der ertrinken Kleinkinder in Seen, Bächen, Tümpeln oder Garten
teichen, auch wenn diese gar nicht tief sind. Wann immer Sie sich am Wasser aufhalten, beim
Spaziergang am Fluss, beim Besuch eines Schwimmbades, am Badesee oder im Urlaub am Meer,
ist besondere Vorsicht geboten

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      Kindliche Sprachentwicklung

 

Das können 2-jährige Kinder schon alles:

* Kinder diesen Alters verstehen eine Menge mehr als sie gerade sagen können.

Sie verstehen einfache Aufforderungen und Fragen gut (z.B.: Setz dich auf den

Stuhl. Wo sind deine Schuhe?)

* sie können recht viele Worte sprechen

* sie benennen nicht mehr nur Dinge (z.B.: Ball, Puppe, Auto,...), sondern beginnen

auch Verben (z.B.: trinken, aufmache,...), Adjektive und Funktionswörter

(z.B. weg, putt, auch) zu gebrauchen.

* manche Kinder erzählen schon in Zwei- und Dreiwortsätzen

* viele Wörter werden noch nicht richtig ausgesprochen (z.b.: Nane statt Banane, lafen statt schlafen)

* 2-jährige Kinder zeigen großes Interesse an allem, was mit Sprache zusammenhängt (z.B. kleine Gespräche,

Forschungsgespräche, Lieder, Reime, Bücher)

 

So kannst du meine Sprachentwicklung unterstützen - Alltagstaugliche Tipps für Eltern:

* erzähle mir, was du gerade tust (z.B. anziehen, anschnallen) und was wir gemeinsam sehen (z.B. beim Spaziergang, Autofahren)

* stell mir Fragen und beantworte meine

* sprich in ganzen, nicht zu einfachen Sätzen mit mir. Ich brauche dein Sprachvorbild, um mich weiterzuentwickeln

* schau mit mir oft Bücher an. Lass uns gemeinsam das Buch entdecken.

* kritisiere bitte nicht meine Fehler. Ich lerne sprechen noch. Wiederhole meine Worte lieber richtig (z.B. den

Satz neu formulieren, etwas umformulieren - dabei die Worte richtig aussprechen - Beispiel: "Nane haben - Du möchtest

die Banane haben?

 

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